Die Einkommen in Betrieben ohne Tarifvertrag sind im Schnitt fast ein Viertel niedriger als die in tarifgebundenen Unternehmen. Arbeitgeber, die sich Tarifverträgen entziehen, verschaffen sich unfaire Vorteile – auf Kosten ihrer Mitarbeiter und auf Kosten tarifgebundener Unternehmen.
Zwar konnte der Sinkflug der Tarifbindung in den vergangenen zehn Jahren gestoppt werden, doch die Flächentarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie gelten nur noch für jeden zweiten Beschäftigten.
Das hat handfeste Nachteile für die Betroffenen: Im Schnitt verdient ein Beschäftigter in einem Betrieb ohne Tarifvertrag fast ein Viertel weniger als Beschäftigte in einem tarifgebundenen Betrieb. Bei Fachkräften beträgt das Minus rund 21 Prozent, bei Angelernten über 23 Prozent und bei Ungelernten sogar 32 Prozent.
Damit die Beschäftigten ihren gerechten Teil am erwirtschafteten Wohlstand erhalten, braucht es Verhandlungen zwischen zwei gleich starken Partnern: das Tarifvertragssystem. Arbeitgeber, die sich diesem System entziehen, verschaffen sich unfaire Vorteile auf Kosten ihrer Beschäftigten – und zu Lasten der tarifgebundenen, verantwortungsvollen Arbeitgeber. Die Antwort der IG Metall lautet: Mehr Gerechtigkeit durch stärkere Tarifbindung.
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